Lassen wir fluidtechnische Prominenz zu Wort kommen:

 Und zwar Univ.-Prof. Dr.-Ing. Katharina Schmitz, Institutsdirektorin, RWTH Aachen, IFAS – Institut für fluidtechnische Antriebe und Systeme, Aachen, Deutschland

Wir zitieren aus dem PDF mit folgenden Titel: Zum Potenzial und zur Nachhaltigkeit von Wasserhydraulik Univ.-Prof. Dr.-Ing. Katharina Schmitz, Institutsdirektorin, RWTH Aachen, ifas – Institut für fluidtechnische Antriebe und Systeme, Aachen, Deutschland

foundry-planet.com/fileadmin/redakteur/pdf-dateien/RWTH_Aachen_DE.pdf

Das Zitat:

Coronakrise und Klimawandel stellen neue Aufgaben. Die politische Förderung der Wirtschaft bezieht in Deutschland und der EU nun ganz bewusst den Umwelt- und Klimaschutz ein. Wasserhydraulik kann zur Umsetzung der gesteckten politischen Ziele beitragen.

Wir fügen hinzu: Die fast schon utopisch hochgesteckten Ziele Deutschlands im Alleingang mit wenige Mitstreitern die Welt vor den Klimakollaps zu retten verlangen das alle technische Möglichkeiten zur Reduktion von CO2 ausgeschöpft werden, und dazu gehört die Klarwasserhydraulik und zusätzlich dessen Einsatz bei Wellen- und Strömungskraftwerken.

Es muss endlich gesagt werden wie umweltproblematisch die Ölhydraulik ist.

Ein nicht gerade geringer Teil der Hydrauliköle, der jährlich in den Markt kommen, verschwindet durch Havarie und kriminelle Entsorgung in Böden und Gewässer. Der Rest der Altöle wird  verbrannt und ergibt eine Menge CO2. Dazu folgender Pressebericht. https://www.fluid.de/hydraulik/nur-ein-kleiner-teil-des-hydraulikoels-landet-im-recyling-341.html

Wenn schon in Deutschland jährlich 150.000 t in den Umlauf kommen, dann dürften es im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung weltweit einige Millionen sein, und wie sorglos in einigen anderen Ländern mit genannten Ölen umgegangen wird darauf kann man spekulieren. Wohlgemerkt, es handelt sich um Hydrauliköl unabhängig von den Motorenölen.

Wenn Sie in die Suchmaschine den Begriff „Wasserhydraulik“ eingeben, dann finden Sie einige Betriebe die genannte Ölhydraulik mit Wasser ersetzen und auch die Aussage das durch die Wasserhydraulik c.a. 20 % Energie eingespart wird, dies auf Grund der Dünnflüssigkeit des Wassers und das bedeutet weniger CO2. Selbst für die Herstellung der Komponenten  braucht es teilweise weniger Energie und weniger Halbzeuge denn dank der Dünnflüssigkeit des Wasser können die Querschnitte der Ventile und Schläuche kleiner ausfallen. Wenn Sie nun  in die Suchmaschine den Begriff  „ Klarwasserhydraulik“ eingeben, dann finden Sie  neben den wenigen Unternehmen die Hydraulik mit Wasser, wie es aus der Leitung kommt, anbiete auch einen Pressebericht das diese Technik nicht ausgeschöpft ist. https://www.ingenieur.de/techni/fachbereiche/produktion/wasserhydraulik-ausgeschoepft/

Also es ist technisch möglich dass das Hydrauliköl durch Wasser ersetzt werden kann, und das Wasser als Ölersatz nicht nur funktioniert, sondern neben technischen Vorteilen auch preisliche Vorteile bringt, dafür bieten wir anschauliche Beweise. Warum nun die Karwasserhydraulik kaum zur Anwendung kommt hat seine Gründe, und das liegt nicht an den bösen Ölkonzernen sondern an den Komponentenherstellern wie zum Beispiel der deutsche Weltkonzern Bosch Rexroth mit vielen Standorten in Deutschland und Ausland. Wie wird nun verhindert das die Klarwasserhydraulik hochkommt? Ganz einfach, sie wird auf keiner Fach-und Hochschule gelehrt und so kommen die Ingenieure nach dem Studium nicht auf die dumme Idee doch noch über den Einsatz der Klarwasserhydraulik nach zu denken. Haben ja nie was davon gehört. Was nun die Großbetriebe der Ölhydraulikkomponenten mit den Lehrprogrammen zu tun haben: Sie versorgen die Schulen kostenlos mit der gesamten Ölhydraulikmaschinerie als Lehrmittel und so bekommen Studenten nur die Ölhydraulik alternativlos zur Ansicht.

Begriffsbestimmung und Einleitung zu unserer Klarwasserhydraulik.

Wir müssen klar unterscheiden zwischen Wasserhydraulik und Klarwasserhydraulik oder auch Reinwasserhydraulik. Denn unter Wasserhydraulik  versteht man mit Ölen  emulsionierte Hydraulikflüssigkeiten. Im Grunde aber immer eine Giftbrühe. Leider war es von je her ein Missbrauch des Begriffes Wasserhydraulik und um nun für Klarheit zu sorgen, nennen wir, und so auch andere Unternehmen,  die sich unterscheiden wollen, die Hydraulik mit Wasser, wie es aus der Hausleitung oder auch aus der  Regentonne kommt, Klarwasserhydraulik oder Reinwasserhydraulik.

Dass die Klarwasserhydraulik trotz vieler Vorteile gegenüber der  Ölhydraulik  bisher nur in ganz speziellen Fällen zur Anwendung kam, lag an den extrem hohen Preis der Komponenten.  So konnte ein Zylinder aus rostfreiem Edelstahl schon leicht das Zehnfache eines ölhydraulischen Pedanten kosten.  Marktnischen, wo man bereit war, dies zu bezahlen, waren Kernkraftwerke, chemische Anlagen  und andere Sonderfälle wo neben Brandgefahr auch jegliche Kontaminierung ausgeschlossen werden musste, denn gegen Brandgefahr gibt es die sogenannten HFA Flüssigkeiten, ein Wassergemisch mit Ölanteile zwischen 1,5 und 5 %.  Wasserhydraulik kommt vorwiegend im Bergbau und bei übergroßen Freiformschmiedepressen zum Einsatz. Klarwasserhydraulik wäre für diese Zwecke unbezahlbar immer auf Grund der Zylinder wenn diese aus dickwandigen Edelstahlrohren bestehen müssen. Da nimmt man gerne die weniger umweltfreundlichere Variante, das  HFA Gemisch in Kauf, denn der Ölanteil  reicht aus, um Zylinder aus Baustahl zu verwenden.

Auch wenn die Anbieter von genannten Beimischölen, man nennt sie auch als Presswasserzusätze, behaupten, sie seien höchst umweltfreundlich, und zertifiziert. Die Frage ist nur, was Zertifizierungen taugen, immerhin waren die Papiere, die  die Welt 2008 in die Finanzkrise stürzten, ja auch alle mit Höchstbewertung zertifiziert. Jedenfalls  über den betrieblichen Abfluss entsorgen dürfen Sie sie nicht, für die Entsorgung müssen Sie zuvor die Betreiber der Kläranlagen fragen.

Um nun die Klarwasserhydraulik preislich auf ein vertretbares Niveau zu drücken, stellten wir die Bauart bisheriger Komponenten,  wo von außen bis innen  ganzheitlich alles aus rostfreiem Edelstahl gefertigt ist, in Frage  und kamen zum Schluss, dass eigentlich nur rostfrei sein muss, was mit Wasser in  Kontakt steht. 

So bieten wird für die Zylinder eine Hybridlösungen an wo eine dünne Barriere aus rostfreiem Edelstahl das Wasser vom Baustahl fern hält. Für Ventile und andere Komponenten darf es auch Aluminium. Messing oder Kunststoff sein.

INOX-Inles neben Starkwandrohr.

Vorurteile zur Klarwasserhydraulik.

In einer Zeit wo es um Klima- und Weltrettung geht, sowie um Nachhaltigkeit, Ökodesign und so weiter, wäre es sicher angebracht mit den Vorurteilen zur Klarwasserhydraulik auf zu räumen. Spärlich waren bisher immer im Gegensatz zur Ölhydraulik die Presseberichte über die Klarwasserhydraulik und sie wird immer noch als exotische, kaum anwendbare und unbezahlbare Technik gesehen. Deshalb bleibt der Markt sehr begrenzt und die Komponenten der Klarwasserhydraulik  sind dann vorwiegend Sonderanfertigungen die dann entsprechend viel kosten. Ab Stange gibt es kaum etwas und kein Unternehmen kann es wagen einen kompletten Katalog mit vielen Komponenten an zu bieten und lagernd zuhalten. Das finanzielle Risiko wäre zu groß. So machte, auch weit vor der Jahrtausendwende, niemand, mit Ausnahme von Danfoss mit dem Nessieprogramm, den Versuch in die Klarwasserhydraulik groß zu investieren. Danfoss hat zwar noch das Nessieprogramm aber nur als Sonderposten, nach Zylindern ab Katalog suchen Sie auch heute noch vergebens.

Nicht dienlich zur Aufräumung der Vorurteile waren Jahre zurück zwei Presseberichte:

Die Erste Veröffentlichung am 7. März 2005

https://industrieanzeiger.industrie.de/allgemein/keine-klarheit-fuer-wasser-als-medium/

Wir zitieren aus dieser Veröffentlichung:

„ Ähnliches gilt für die Filtration von niedrigviskosen Druckmedien. „Die aus der Ölhydraulik bekannten Filtermaterialien sind nur „eingeschränkt“ für das Filtrieren von wässrigen Fluiden verwendbar“, sagte Friedrich Senn von der Internormen Technology GmbH, Altlußheim, auf der VDMA-Tagung zum Thema Wasserhydraulik, die Ende des vergangenen Jahres stattfand. Wobei eingeschränkt gleichzusetzen ist mit „nur in Ausnahmefällen“. Danfoss jedenfalls hat diesen Weg ganz verlassen und setzt Tiefenfilter aus der Prozessindustrie ein. Rudolf Fritzsche erläutert: „Grundsätzlich müssen wir feiner filtern als in der Ölhydraulik.“ In der Praxis heißt das: Filtern mit einer Filterfeinheit von 10 µm absolut – allerdings mit einem gegenüber der Ölhydraulik um Größenklassen höheren Filtrationsquotienten. Entsprechende Filterkonzepte gibt es für alle einschlägigen Druckmedien, so dass, wie Senn sagte, nicht zuletzt aufgrund empirischer Erfahrungen eine funktionierende Filtration gewährleistet werden kann, sofern das System gut überwacht wird. „

Das erlauben wir uns zu kommentieren: Hochdruckreiniger sind Klarwasserhydraulikmaschinen per Exzellenz und haben generell hinter dem Anschluss der Wasserzuführung einen sehr kleinen Filter mit Maschen ähnlich einem metallenen Teefilter. Also von Feinfilterung keine Spur. Hochdruckreiniger laufen in Waschanlagen ohne Probleme rund um die Uhr und das jahrelang. Bereits schon damals als genannter Artikel erschien. Der Grund, warum die Klarwasserhydraulik eines fein gefilterten Wassers bedarf, wurde nie publiziert. Da bleiben als Grund alle Spekulationen offen, zum Beispiel: Eine zusätzliche Filteranlage war immer gut für das Geschäft und passte in die Verkaufspraxis der Klarwasserhydraulikanbieter.

 

Kommen wir nun zur zweiten Veröffentlichung am 19. September 2005, dort gab man uns die Gelegenheit über die Klarwasserhydrauik zu sprechen.

https://industrieanzeiger.industrie.de/allgemein/beregnungstechnik-liefert-ideen-fuer-wasserhydraulik/

Dort wurde von einem Experten, wir vermuten Herrn Fritsche von Danfoss unsere Anwendung der Klarwasserhydraulik bei Holzspaltern als Marktnische abgestempelt. Herr Fritsche galt damals als Papst der Klarwasserhydraulik und so war es naheliegend und gerechtfertigt das der Redakteur Herrn Fritsches Meinung einholte. Man kann nun vermuten, Herr Fritsche, konnte und durfte die Verkaufspraxis von Danfoss wohl nicht stören und musste so unsere Forsttechnik, obwohl von vielen Unternehmen als Massenware im Handel, allerdings mit Ölhydraulik, als Nischenprodukt einstufen. Ob nun mit Wasser oder Öl, Holzspalter sind Forstmaschinen, also sicher keine Marktnische. Herr Fritsche war damals schon ein älterer Herr, ob er noch lebt wissen wir nicht.

Zur Verkaufspraxis von Danfoss.: Zur Zeit, als der Artikel im Industrieanzeiger erschien, verlangte Danfoss für einen Zylinder für die Klarwasserhydraulik auch über das Zehnfache eines gleich großen ölhydraulischen Zylinders und auch die Pumpen bewegten sich auf ähnlichem Preisniveau. Ähnlich kalkulierten auch andere Anbieter der gleichen Zunft.

Es bleibt die Frage wessen Klarwasserhydraulik , also unsere oder die von Danfoss, nur für Marktnischen taugt?

Ich lade Sie deshalb ein sich im aktuellen Portal von Danfoss schlau zu machen und dann können Sie urteilen ob dessen Klarwasserhydraulik eine Marktnische ist oder nicht. Die Pumpen schaffen wie damals nur 160 bar, also Niveau von Baumarkthochdruckreinigern und brauchen zudem ultrafeingefiltertes Wasser. Hochdruckreiniger hingegen laufen mit Wasser aus der Hausleitung. Weiterhin waren 160 bar schon damals für hydraulische Antriebe zu niedrig und sind es heute um so mehr. Unser Kritik richtet sich nur an den Begriff Marktnische. Das Danfoss Pumpen für Anwendungen anbietet wo feingefiltertes Wasser verlangt wird hat sicher seine Berechtigung, aber dann handeltes sich eben um Marktnischen.

Kommen wir nun zu Erlebnisse die mich veranlassen ein Preiskartell, wenn auch nicht organisiert und abgesprochen, bei den Anbietern der Klarwasserhydraulik zu vermuten, denn teuer ist nicht immer auch gut. Zwei von uns erlebte Beispiele wie dem Kunden der vorgegaukelte Glaube, das Klarwasserhydraulik was ganz spezielles ist, den überaus hohen Preis rechtfertigt:

Im Jahr 2014 ruft uns verzweifelt ein späterer treuer Kunden an, denn er musste Rohre für die Flugzeugindustrie mit Wasser auf genau 500 bar abdrücken. Ein bei einem bekannten deutschen Anbieter sehr teuer gekauftes Magnetventil war nicht reaktionsfreudig und dicht genug.

Unser Vorschlag: Wir wussten das Sprühlanzen für Hochdruckreiniger 100 % dicht sind und zudem sehr wenig kosten, werden ja in großen Mengen produziert. So boten wir dem Kunden solche Sprühlanzen an und empfahlen selbst ein Magnetventil an den Auslößergriff zu basteln. Angebot erfolgte mit Rücknahme- und Kostenrückerstattungsgarantie. Nach 2 Jahren kam dann eine Bestellung für eine abermalige Lieferung und dann gleich mit den Pumpen dazu. Die Pumpen die wir anboten waren einfach nur Hochdruckreiniger und preislich viel günstiger.

Ein anderer Kunde hat für seine Anlage eine extrem teure Hochdruckpumpe wiederum bei einem Anbieter der Klarwasserhydraulik, im Glauben ganz was spezielles zu bekommen, gekauft.

Pumpe vertrug leider nicht auf Dauer die Belastung und es brauchte einen Ersatz. Unser Rat; Ein Hochdruckreiniger mit gleicher Leistung aber zu Bruchteilen des Preises. Und der lief dann und lief ohne Unterbrechung .

Warum wir immer noch Kleinstbetrieb sind.

Seit über 20 Jahren bieten wir die preiswerte und kostengünstige Klarwasserhydraulik an.

Warum wir unsere Maschinen seit den Anfängen zur Jahrtausendwende nur über Internet direkt an den Endverbraucher anbiete ergab sich einfach weil der Fachhandel die Klarwasserhydraulik nicht akzeptierte und sich dagegen sperrte und das hat seinen Grund, man muss dafür Verständnis haben. Der Fachhandel hat auch Hydrauliköle im Angebot und weil die ölhydraulischen Maschinen einen periodischen Ölwechsel benötigen ist der Verkauf der Hydrauliköle ein kaufmännisches Perpetuum Mobile. Wenn nun jemand kommt und Maschinen anbietet die statt mit Hydrauliköl mit Wasser funktionieren, dann stört das genanntes Geschäftsbiotop. Wenn dann wasserhydraulische Maschinen zusätzlich preiswerter sind, dann bedeutet das weniger Umsatz und weniger Gewinn und das geht schon gar nicht.

Ein weiteres Problem ist, das die Fachmedien von der Werbung der Ölhydraulikunternehmen leben und sich zieren über die Vorteile der Klarwasserhydraulik zu berichten. Das war zur Zeit als die Verlag noch gut Geld verdienten anderes und da hatten wir sehr gute Berichte. Da wir nur über Internet verkaufen haben wir um gefunden zu werden vier untereinander unabhängige Portale . Das älteste Portal ist www.holzspalter.it und dort finden Sie neben Pressberichten auch Prüfberichte namhafter Medien über  unsere klarwasserhydraulischen Holzspaltmaschinen  .

Mangelhaft ist die Information zur Wasserhydraulik und Klarwasserhrydraulik auch auf Wikipedia. Es hat sich als nie jemand bemüht die Klarwasserhydraulik ins rechte Licht zu rücken.

Falsch wie unsere Beispiele beweisen ist die Aussage: Wasserhydraulische Anlagen sind vollständig aus hochwertigen Edelstählen aufgebaut und somit in den Anschaffungskosten vergleichsweise teuer.

Eine durchaus besondere und wohltuende Anerkennung gab uns das Wuppertal Institut, es gehört zu den weltweit führenden Ökoinstituten:

https://wupperinst.org/uploads/tx_wupperinst/EcoInno_Wood_de.pdf

Bekannte und unbekannte Vorteile der Klarwasserhydraulik

Eine Reihe  physikalischer Eigenschaften des Wassers stehen dem Öl als Energieüberträger vorteilhaft gegenüber. Die Viskosität, also die Flüssigkeit  des Wassers ist bis zu 30-fach geringer als die des Öls und dazu nahezu, jedenfalls für  die hydraulische Anwendung vernachlässigbar  temperaturunabhängig. Der niedere Durchflusswiderstand des Wassers dank seiner geringen Viskosität ergibt eine Verbesserung des Gesamtwirkungsgrade, und erlaubt hohe  Arbeitsgeschwindigkeiten die bis in die Domäne der Pneumatik reichen können. Wasser ist wesentlich starrer als Öl und erlaubt so kürzere Ansprechzeiten und exakte Ansteuerung. Die Wärmekapazität von Wasser ist außergewöhnlich hoch! Wasser: 4,187, Öl:1,67 kJ/kgK.  Das Öl erwärmt sich also 2,5mal so schnell. Wasser leitet zudem die Wärme 5 mal besser ab.

Mineralöl nimmt im Vergleich zu Wasser 5 mal mehr Luft auf. Luftblasen, die entstehen können, entweichen sofort aus dem Vorratsbehälter. Unreinheiten im Wasser senken sich rasch zu Boden.

Zu erwarten ist das die Ökodesign-Richtlinie laufen mehr Forderungen stellen wird und mehr Öko als Wasser statt Öl gibt es nicht.

Auf weitere Umweltvorteile wollen wir hier nicht eingehen. Hinweisen wollen wir hier nur, dass man zu den Anschaffungskosten auch die Folgekosten inklusive Haftungskosten bei Ölunfällen und den entsprechende Aufwand für eine Sanierung hinzurechnen muss.

Versicherungen sind noch weit entfernt, für Maschinen, die mit absoluter Sicherheit keine Umweltschäden verursachen können, einen Bonus zu gewähren. Dies könnte sich in Zukunft ändern.

Auch wenn bei einer Maschine an den Komponenten der Wasserhydraulik selbst  keine Wartung vorgenommen werden muss, so kann dies bei den restlichen Komponenten der Maschine leicht möglich sein. Um an diese Komponenten ran zukommen,  könnte eine Abmontage der Hydraulikkomponenten wie Schläuche erforderlich sein. Dem Monteur kommt nur Wasser entgegen. Ein Eingriff kann deshalb sehr schnell erfolgen und reduziert den Stillstand der Maschine was ins Geld gehen kann.

Bekannt und unbekannte Nachteile der Ölhydraulik

Immer wichtiger wird die Energieeinsparung und da ist die Wasserhydraulik von Vorteil. Das nicht nur während des Betriebes, Schätznugen sprechen von 20 %, sondern schon bei der Herstellung der Komponenten, die wegen der Dünnflüssigkeit des Wassers und den dafür notwendigen kleineren Querschnitten gegenüber den ölhydraulischen Pedanten kleiner ausfallen können. Selbst das Öl verschlingt bei der Herstellung eine Menge Energie und ebenso der ganze Aufwand für die Verteilung meist in kleinen Gebinden.

Öl in ölhydraulischen Anlagen altert mit der Zeit und verliert allmählich die Eigenschaften die für einen störungsfreien Betrieb notwendig sind. Immerhin hat das Öl  der Ölhydraulik 20 weitere Stoffe eingemischt,  und auch diese leiden mit der Zeit an Altersschwäche oder reagieren unerwünscht. Der Zwecke der Beimengung von Zusätzen dient der Vermeidung von Befall durch Mikroorganismen, zur Schonung  der Dichtungselastomere,  zur Vermeidung von Schaumbildung und so weiter.

Ölhydraulische Anlagen kann man sprichwörtlich riechen. Je nachdem, wie weit die Zylinder ausfahren, steigt oder fällt der Ölspiegel im Vorratsbehälter. Entsprechend wird Luft angesaugt und ausgestoßen. Ausgestoßene Luft enthält immer auch einen Anteil von Öl, das kann nicht vermieden werden, es sein denn durch einen hohen Aufwand an Filterung. Problematisch kann das Ansaugen von Frischluft sein. Denn ist die Ansaugluft feucht, kann diese im Inneren des Vorratsbehälters kondensieren und sich im Öltank ansammeln. Wasser im Öl legt eine ölhydraulische  Anlage bald lahm,  leicht mit hohen Kosten verbunden.

Hoch empfindlich gegen Wasser ist Bioöl, auch gegen Befall durch Mikroorganismen.

Ölhydraulische Anlagen können auch explodieren. Wenn in einen Zylinder sich Luft einschleicht, dann gibt es den gefürchteten Dieseleffekt. Bei Holzspalter nicht selten. Die Holzspalter unsere Wettbewerber sind sperrig und die Besitzer machen gerne den Fehler, dass Sie beim Transport die Holzspalter flach legen, und dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Öl rinnt aus dem Zylinder, und Luft rückt nach. Dann passiert das Gleiche wie bei einem Selbstzünder-Motor, einem Dieselmotor.

Ölhydraulische Anlagen müssen immer wieder überprüft werden und selbst die Schläuche haben ein Verfallsdatum.

Konstruktive Merkmale der Klarwasserhydraulik

Klarwasserhydraulik verlangt und bietet:

Während man bei ölhydraulischen Pumpen und Motoren den Vorteil der Schmiereigenschaft des Öles genießt, verlangt Klarwasserhydraulik Einschränkungen.  Ölhydraulik lässt das Gleiten von Metall  auf Metall zu, bei Klarwasserhydraulik muss ein gleitfähiger Kunststoff eine reibende Kontaktmöglichkeit Metall auf Metall vermeiden. Gleitendes  Metall auf Metall bietet dem Konstrukteur ölhydraulischer Maschinen reichlichen gestalterischen Freiraum, hat aber den Nachteil, dass es trotzdem metallischen Abrieb gibt, der sich schwebend im Öl verteilt. Feinfilterung ist angesagt, dazu auch der Einbau von Magneten zum Einfangen der Metallmikroteile.

In der Ölhydraulik kommen vorwiegend Schieberventile zum Einsatz, die allerdings selten 100 % dicht sind, in der Klarwasserhydraulik kommen nur Sitzventile zum Einsatz, diese  halten aber  generell dicht.

Sitzventile und keine Reibung Metall auf Metall machen die Klarwasserhydraulik unerwartet unempfindlich gegenüber Fremdkörper, also nicht nur weil sie im Vorratsbehälter immer sofort absinken. Kommen harte  Fremdkörper  wie Sand zwischen Metall und Kunststoff, dann drückt sich dieser Fremdkörper in den Kunststoff und lässt die Metalloberfläche unbeschadet. Verhindert ein Fremdkörper das Schießen eines Sitzventiles, beim abermaligen Öffnen des Ventils wird er weggespült.

Dank der geringen Viskosität des Wassers können Durchflussquerschnitte in der Größenordnung von Bruchteilen kleiner ausfallen und man benötigt so weniger Raum und  dann auch weniger Kraft um Ventile zu steuern, also die Magnete von Magnetventilen können merklich schwächer sein.

Klarwasserhydraulik kann mit gleichen Drücken wir die Ölhydraulik gefahren werden, und auch darüber, bis 13.000 bar bei Wasserstrahlschneidmaschinen.

Steuerungsvorteile: Nicht nur, dass es, einfach weil die Komponenten der Ventile dank der Dünnflüssigkeit des Wassers wesentlich kleiner sein können, zum Schließen und Öffnen weniger Kraft braucht, sondern man bekommt auch schnellere Reaktionszeiten weil weniger Masse Be- oder Entschleunigt werden muss. Sitzventile benötigen weiterhin einen wesentlich geringeren Verfahrensweg als Schieberventile. Ölhydraulik kennt zur Steuerung der Ventile entweder nur einen Stromkreislauf oder einen Pneumatikkreislauf. Reinwasserhydraulik kann auch durch einen Wasserkreislauf gesteuert werden.

Rost: Es muss nicht alles Edelstahl sein. Aluminium, Bronze, Kunststoffe,  Temperguss, die Auswahl ist groß. Auch wenn man, Zylinder und Ventile ausgenommen üblichen Baustahl verwendet, dauert es eine Ewigkeit, bis Rost sich durch die Wandungen frisst. Sanitär- und Feldberegnungsanlagen, die vor 50 Jahren mit Baustahl gemacht wurden, funktionieren heute noch einwandfrei. So auch Wasserpumpen und Turbinen noch aus der Zeit vor dem Krieg. 

Kavitation und Kalkabscheidung:  Wassertemperatur sollte unter 60 Grad C bleiben und Verschleißteile sollten leicht austauschbar sein. Unter Kavitation leidet, wenn auch geringer, die Ölhydraulik, nur ist der Austausch des defekten Teiles mit wesentlich höheren Aufwand verbunden. Kaum schraubt man an einer Leitung, kommt Öl entgegen.

Frost: Es gibt Frostschutzmittel die relativ gering umweltbelastend sind.

Warum die Klarwasserhydraulik, so wie wir sie bieten, der Ölhydraulik in preislicher Hinsicht die Stirn bieten kann:

Kaum eine hydraulische Anlage, wo nicht Zylinder zum Einsatz kommen. Bisher galt, und man hatte keine andere Wahl, dass für klarwasserhydraulische Zylinder Rohre zum Einsatz kamen, durch und durch aus rostfreiem Edelstahl, gegenüber Rohre für die Ölhydraulik unbezahlbar. Und nicht nur dies: Für den Großhandel für rostfreie Edelstahlrohre würde eine umfangreiche Lagerhaltung jeglichen Finanzrahmen sprengen, und so konnten die Hersteller von wassertauglichen Zylindern nur Baugrößen in einem sehr bescheidenen Umfang anbieten.

Wir haben ein Verfahren entwickelt, um in Starkwandrohre dünne rostfreie Edelstahlbüchsen ein zu ziehen und diese auf höchste Genauigkeit und Oberflächengüte zu bearbeiten. So haben wir auch die Möglichkeit, alle erdenklichen Maße und Größen an zu bieten.

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Auch wenn unsere Hybridzylinder etwas mehr kosten als die ölhydraulischen Pedanten,  werden diese Kosten leicht durch eine Kette von Einsparungen, die uns die Klarwasserhydraulik bietet, aufgewogen. Öl wird, abgesehen von Schwankungen immer teurer werden. Ölbehälter müssen aus Metall sein und allen möglichen  Sicherheitsauflagen entsprechen. Für Wasserbehälter gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, vom Mörteleimer aus dem Baumarkt bis zu den Regentonnen oder Gitterboxen wir sie für den Transport von Flüssigkeiten verwendet werden, und teilweise bekommt man sie geschenkt. Weil im Wasser die Schmutzteile entweder oben aufschwimmen oder im Boden sich absetzen müssen die Vorratsbehälter nicht zur Gänze abgedeckt werden und so kann die Wärme gut entweichen, Man kann sich die bei der Ölhydraulik üblichen Kühler die ja auch Energie verschlingen sparen.

Druckleitungen und Rückführungen können einen merklich kleineren Querschnitt haben. Für die Rückführung taugen Gartenschläuche oder preiswerte Schläuche aus der Feldberegnungstechnik oder der Brandbekämpfung.

Kostenfalle Pneumatik:

Es ist Stand  der Technik und allgemein bekannt, dass die Pneumatik die teuerste Energie ist. Dazu brauchen wir keine Erklärungen abgeben.  Dank der Dünnflüssigkeit des Wassers kann man recht gut brauchbare Arbeitsgeschwindigkeiten erreichen. Nicht dass Klarwasserhydraulik die Pneumatik voll ersetzen kann, aber Marktanteile abringen kann sie allemal.

Kostenfalle Maschinensicherheit

Nicht zu vernachlässigen ist der Aufwand für die CE Konformitätserklärung vor Allem wenn es sich um Einzelanfertigungen oder Kleinserien handelt. Bei Ölhydraulik kann viel passieren: Vergiftungen, Hautirritrierungen, Verbrennungen, Explosionen, Ölspritzer mit Schleuderkraft, und diese Auflistung beinhaltet sicherlich nicht alle gefahren.

Nicht weniger problematisch ist die Pneumatik. Löst  sich unter Druck ein Schlauch, dann wird er zur Peitsche, und alles was unter Druck steht kann dem Betreiber um die Ohren fliegen.

Klarwasserhydraulik ist da entschieden im Vorteil. Weil Wasser wesentlich starrer ist als Öl federt es auch weniger und Schlauchbrücke führen wesentlich weniger zu scharfen Strahlen. So brauchen Hochdruckreiniger auch keine Schlauch im Schlauch Leitungen.

Kostenfalle CE Prüfung:

Jede Maschine die innerhalb der EU produziert oder vermarktet wird bedarf der CE Prüfung. Dies gilt auch für Maschinen die für den Eigenbedarf produziert werden. Hat die Anlage einen E-Motor, dann bedarf es einer Prüfung der elektromagnetischen Verträglichkeit und dazu gibt es eigene Labore. Das kostet natürlich eine Menge Geld und kostet teilweise mehr als die Maschine selbst. Großserien können diese Kosten verdünnt auffangen. Bei Einzelanfertignungen oder Kleinserien sind sie eine Kostenfalle. Verwenden Sie aber als Antrieb Hochdruckreiniger  dann sind diese bereits CE geprüft und die Maschine verbleibt als Zubehör.

Weiterer Vorteil wenn als Antrieb Hochdruckreiniger oder andere Pumpen verwendet werden.

Hochdruckreiniger werden in Mengen produziert, wovon die Ölhydraulik nur träumen kann, und weil obendrein die Pumpenkörper  auf Grund der Dünnflüssigkeit des Wassers kleiner ausfallen können, sind sie sehr  preiswert. Ölhydraulik lässt nur volumetrische Pumpen und Motore zu. Für den Niederdruckbereich bis 20 bar können sehr kostengünstige Kreiselpumpen zum Einsatz kommen.  Für etwas höhere Drück bis 40 bar empfehlen wir Pumpen für landwirtschaftliche Sprühgeräte. Ab diesen Druck geht man über zu Hochdruckreinigern,  auch über 600 bar. Die  Auswahl zwischen den 3 Pumpentypen erlaubt die Kaskadenanordnung. Als Beispiel  einer  vorteilhaften Anwendung der Klarwasserhydraulik bei einer Presse: Für hohe Geschwindigkeit sorgt eine Kreiselpumpe, möglicherweise unterstützt durch Wasser aus einem Windkessel. Für den Krafthub wird dann auf Kolbenpumpe umgeschaltet.

Fittings und weitere Komponenten aus dem Baumarkt:

Unbekannt, jedenfalls in keiner Literatur erwähnt, ist, dass man für die Klarwasserhydraulik auch sehr preiswerte Komponenten am Markt findet. Temperguss Fittings von der Sanitärtechnik und Rohre bis zu einem Zoll, beides im Baumarkt erhältlich, haben aus fertigungstechnischen Gründen Wandstärken, die Drücken auch über 200 bar leicht Stand halten. Solche Verbindungsstücke kosten nur ein Bruchteil der in der Wasserhydraulik üblichen Rohrverschraubungen aus Edelstahl und sind auch preiswerter als Rohrverschraubungen der Ölhydraulik, zumal sie wegen der wesentlich geringeren Viskosität des Wassers um Einiges kleiner ausfallen können. Weiterhin finden Sie vieles, was sie sonst noch gebrauchen können, preiswert aus der Beregnungstechnik für Garten oder Landwirtschaft. Allein diese Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Wasserhydraulik sein kann.

Eine Anlage muss am Ende auch montiert werden. Preiswerte  Schenelkupplungen gibt es in großer Auswahl. Bei Fördermengen bis 50 l/min gibt es sie für Hochdruckreiniger und diese kosten so wenig, dass man eigentlich jedes Schlauchende damit bestücken kann. Sie brauchen so zur Montage einer wasserhydraulischen Anlage nicht mal ein Werkzeug. Erklären Sie das Ihrem Kunden, er wird dies für spätere Wartungen sicherlich begrüßen.

Ventile:

Der Mark für Hochdruckreiniger bietet auch Ventile bis zu einer Durchflussmenge von einigen 100 Litern/sec.

Warum unsere Maschinen leistungsfähiger und preiswerter sind als ölhydraulische vergleichbare Pedanten begründen wir nachvollziehbar bei jeder der drei Maschinen.