Warum einfach und preiswert wenn es kompliziert und teuer auch geht?

Wenn politisch gewollt, dann dürfen Projekte kosten, um so mehr wenn sie  medial für gute Schlagzeilen sorgen. Wenn dann am Ende  die Versprechen  nicht  eingehalten werden, dann wird einfach darüber nicht mehr gesprochen und niemand ist verantwortlich. Paradebeispiel hoch  subventionierter und am Ende gescheiterte Projekte war das Wellenkraftwerk Pelamis, auch Seeschlange genannt, in Portugal und Oyster in Schottland.

Zu Pelamis, der Seeschlange:

Zu

Kein Originalbild sondern von uns nachgezeichnet.

Zum technischen Unfug:

Zur Funktionsweise: In den Gelenken die die Schwimmkörper verbanden waren hydraulische Zylinder eingebaut die bei Wellengang Hydrauliköl zu einem Ölmotor pumpten. Nur, ölhydraulische Anlagen die teilweise sogar im Meerwasser eintauchten, das war sicher keine gute technische Lösung. Weiterer Nachteil der Ölhydraulik:  Wegen der dickflüssigkeit des Öl konnte man dieses nicht über längere Strecken pressen und so bekam jeder Schwimmkörper einen volumetrischen Ölmotor der einen Generator antrieb. Volumetrische Ölmotoren drehen je nach Ölmenge womit sie beaufschlagt werden, also  je nach Wellengang , und so  hatte man  keine konstante Drehzahl für den Generator, und das macht die Stromernte kompliziert und teuer. Hätte man statt der Ölhydraulik Klarwasserhydraulik eingebaut, dann hätte es keine möglichen Konflikte mit dem Meerwasser bei einer Leckage gegeben und auf Grund der Dünnflüssigkeit des Wassers hätte man das Presswasser über längere Leitungen zu einem einzigen zentralen Stromgenerator leiten können. Der preiswerteste Wassermotor ist die Peltonturbine. Verkraftet problemlos wenn das Wasser in Stößen kommt und ist gegenüber Druckschwankungen und Schwankungen sehr gutmütig, einfach weil man eine Peltonturbine, eventuell dann mit mehren Laufrädern die dann gewählt beaufschlagt werden, regulieren kann.

So kam es wie es auf Grund der Ölhydraulik kommen musste: Die Kosten und Probleme stiegen dermaßen das das Projekt scheiterte.

Viele Zylinder, ein Laufrad.

Zum Wellenkraftwerk Oyster.

Im Internet findet man Bebilderungen zur Funktionsweise genug. Will man mehr über den eingebauten Zylinder erfahren gibt das Portal des Herstellers Hunger in Deutschland ausführlich Auskunft. Klarwasserhydraulik wäre für eine hydraulische Anlage sicher besser gewesen als ein Gemisch aus Wasser und c.a. 5 % Ölanteil, aber immerhin besser als 100 % Hydrauliköl. Als dann das Werk Strom lieferte, glaubte man das man mit Ölhydraulik die Leistung, die Wartungsfreundlichkeit noch steigern könnte. Und die Wasserhydraulikanlage sollte so zu Gunsten einer ölhydraulischen Anlage weichen  und so wurde die Anlage die bereits Strom lieferte lahm gelegt und man begann mit den Umbau, zusammen mit IFAS in Aachen und Bosch Rexroth, dem Spezialisten für Ölhydraulik aber nicht für Klarwasserhydraulik. Umbau kann teuer werden, teilweise auch mehr als ein Neubau. So wäre es vernünftig gewesen das bestehende Wellenkraftwerk weiterlaufen zu lassen und damit bereits durch den Verkauf des Stroms zu verdienen und zum Vergleich ein zweites gleich großes Kraftwerk mit Ölhydraulik zu bauen. Dann hätte man genaue Schlüsse ziehen können was nun besser ist.  Alsbald entpuppten sich all die Versprechungen als Märchen, nicht weil die Anlage nicht lieferte was sie liefern sollte, sondern weil die Kosten dermaßen stiegen das der Betreiber pleite ging und alles kam zum Stillstand.

Unser Vorschlag für ein leicht bezahlbares Wellenkraftwerk:

Teuer sind bei hydraulischen Anlagen die Zylinder. Um diesen finanziellen Aderlass zu vermeiden schlagen wir Gummibälge vor. Diese müssen natürlich sehr, sehr groß sein. Dafür gibt es eine einfach und extrem preiswerte Lösung: Übereinander gestapelte ausrangierte LKW- oder Traktorreifen. Man bekommt sie geschenkt. LKW-Reifen verkraften bis zu 10 bar Druck und damit kann man schon sehr gut und energieeffizient eine Petonturbine antreiben. Um dann bei verschiedenen Wellenstäken ausreichend Druck zu haben, es ist auf Grund des geringen Preises der Bälge vertretbar, Bälge verschiedener Größen zu installieren.