Wasser statt Hydrauliköl in den Adern unserer Maschinen macht diese wesentlich preiswerter und leistungsfähiger.
Statt der bei ölhydraulischen Pressen üblichen Führungselemente wie seitliche Säulen sind unsere Pressen von oben bis unten ein Starkwandrohr, Zylinder und Pressraum alles in Einem. Diese Bauart geht nur weil unsere Wasserzylinder einfach wirkend sind, der Rückhub erfolgt durch ein Saugventil und Federelemente. Pressen unserer ölhydraulischen Wettbewerber haben doppeltwirkende Zylinder und macht so unsere Bauart nicht möglich. Zusätzlich wäre der technische Enorm um zu verhindern das Öl im Pressraum auf das glühende Eisen kommt und gesamte Anlage brennt.
Bei Wasser denkt man gleich an Rost. Damit haben unsere Pressen kein Problem. Die Rohre sind aus Baustahl. Dünnwandige eingepresste INOX Rohre verhindern den Kontakt des Wasser mit dem Stahlrohr aus Baustahl. Im Bild unser INOX Rohre die wir lagernd halten

Beispiel eines Zylinderrohres aus unserer Fertigung.
Starkwandrohr 150 x 15 mm mit Inles

Die Schubeinheit aus dickwandigem Rohr

Alles einfache Drehteile. Kolben ist aus INOX Stahl
Extrem einfache Steuerung
Die Steuerung mit Fußpedal erfolgt durch ein Zwei-Wege-Sitzventil
Wie bereits erwähnt erfolgt der Rückhub durch ein einfaches Saugventil ohne bewegliche Teile. Was nicht ist kann nicht kaputt gehen. Unsere Wettbewerber mit doppelt wirkenden Zylindern benötigen ein Vier-Wegventile und das macht die Pressen dann teuer und störanfällig. Eventuell dann noch mit elektrischen Endschalter. Rückhubbegrenzung geht bei unseren Pressen durch stufenlosen Anschlag, denn die Rückhohlkraft des Saugventils und der Federn ist nicht groß.

Steuerventil im Querschnitt
Alles aus einfachen Drehteilen

Servosteuerung, einmalig für Freiformschmiedepressen
Wie nun unsere Servosteuerung funktioniert:
Wenn der Stößel (1) nach unten gegen den Ventilsitz aus POM bis zum Anschlag gedrückt wird dann staut sich das ansonsten frei zirkulierende Wasser und sucht sich seinen Weg (9) zum Zylinder und dieser entfaltet so seine Presskraft. Wird der Stößel nicht bis zum Anschlag gedrückt, dann teilt sich der Wasserfluss. Ein Teil strömt weiterhin in den Zylinder, der andere finden seinen Weg zum Vorratsbehälter über den Rückfluss (7), dies je nachdem wie groß der Spalt zwischen Stößel und Ventilsitz ist. Und so kann man sei es die Presskraft sei es die Zylindergeschwindigkeit regulieren, also das Ausfahren des Zylinders. Es soll aber auch der Rückhub sich regulieren lassen und da kommt das Saugventil (6) ins Spiel. Zufluss des Zylinder ist auch Rückfluss und endet ins Saugvenil (9)l. Je nachdem wie stark der Wasserstrahl, der über den Zufloss (8) das Saugventil durchströmt und im Ventilkörper Wasserdruck vorhanden ist , ergibt sich eine Sogwirkung. Der maximalste Sog ergibt sich wenn das Zweiwegeventil zur Gänze geöffnet ist und der Wasserfluss freie Fahrt hat. Wenn nun genanntes Ventil den Wasserdurchfluss drosselt, dann baut sich im T-Stück ein Druck auf und das Saugventil verliert seine Wirkung. Ab einem gewissen Punkt ist der Wasserdruck hoch genug das das Wasser nicht mehr aus dem Zylinder gesaugt wird sondern dort zurück.
(2) ist die Stahlfeder die dem Fußpedal entgegen wirkt und das Ventil öffnet oder offen hält. (3) ist die Lederdichtung. (4) ist einen Gleitbüchse aus Kunststoff.

Das Innere der Schmiedepresse
Die Kolbenstange ist ein Dickwandrohr ohne sonderliche Bearbeitung.Dies dank weil der Zylinder einfach wirkend ist. Doppelt wirkend, wie bei Ölhydraulik, Müsste die Kolbenstange verchromt sein und zusätzlich durch Gleitelemente geführt und abgedichtet sein. Dann wäre unsere Lösung, alles in einem Rohr, nicht möglich. Das Rohr müsste aus zwei verschraubbaren Teilen sein und dazwischen das untere Teil des Zylindergehäuses.
Im Bild Kolben mit Kolbenstange bis zum unteren Gesenk.

Weitere Kosteneinsparung dank Hochdruckreiniger.
Hochdruckreiniger haben Drücke wie ölhydraulische Pumpen. Sind sehr zuverlässig und laufen in Waschanlagen rund um die Uhr und das jahrelang. Hochdruckreiniger sind Massenware und werden in dementsprechender Stückzahl preiswert produziert. Ölhydraulik kann von solchen Stückzahlen nur träumen. So haben wir schon einen Antrieb der preiswerter ist als ölhydraulische Pedanten. Hört man das Wort Hochdruckreiniger da denkt man unbewusst an einen hohen Wasserverbrauch. Hochdruckreiniger sind, von Ausnahmen abgesehen, gut selbstansaugend und sogar besser als ölhydraulische Pumpen und können so wie die Ölhydraulik in geschlossenem Kreislauf laufen. Ursprüngliche Zweckbestimmung bleibt erhalten.
Nun zu den restlichen Komponenten wie Ventile, Vorratsbehälter und Druckschläuche.
Auf Grund der Dünnflüssigkeit des Wassers können die Durchflussquerschnitte in den Ventilen und Schläuchen wesentlich kleiner sein als bei der Ölhydraulik üblich und kosten deshalb auch weniger. Vorratsbehälter kann bei der Klarwasserhydraulik ein Kunststoffbehälter aus dem Baumarkt sein, Ölhydraulik ist da schon wesentlich anspruchsvoller und man verwendet dort vorwiegend Stahlbehälter. Zusätzlich muss bei der Ölhydraulik das Öl feingefiltert sein, bei der Klarwasserhydraulik hingegen nicht, denn Fremdkörper bleiben nicht in Schwebe sondern sinken sofort zu Boden oder schweben oben auf.